PRESSEMITTEILUNG
Fruchtbarkeitsproblem bei extrem dünnen Frauen
Exrem dünne Frauen sind laut neuesten Studien kleineren und größeren Fruchtbarkeitsproblemen ausgesetzt. Das ändert die Prämissen, denn bis heute war es allgemein anerkannt, dass bei übergewichtigen Frauen eine verminderte Schwangerschaftquote vorliegt, sowohl auf natürliche Art als auch bei der In-vitro-Fertilisation.
Der Messwert, nach dem eine Frau als extrem dünn, normalgewichtig oder übergewichtig eingestuft wird, heißt Körper-Masse-Wert (Body Mass Index BMI) und berechnet sich aus dem Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch Körpergröße in Metern zum Quadrat (Gewicht / Größe2). Frauen mit einem BMI von 14-18 werden als untergewichtig, mit einem Wert von 19-28 als normalgewichtig und mit einem BMI von 29-43 als übergewichtig eingestuft. Zunächst ging man davon aus, dass Frauen mit geringem Körpergewicht aufgrund der niedrigen Produktion von Östrogen vermindert empfänglich sind. Dies kann den Eisprung beeinflussen oder sogar unterbrechen, so wie die Dicke der Gebärmutterschleimhaut beeinflussen und so die Implantationsfähigkeit des Embryos beeinträchtigen. So wurde beobachtet, dass das Körpergewicht auch bei Frauen eine Rolle spielt, die Hormone einnehmen, um sich einer In-vitro-Fertilisation zu unterziehen, und dies führt zu der Schlussfolgerung, dass die Beziehung zwischen Gewicht und verminderter Fruchtbarkeit nichts mit den Hormonen zu tun hat.
Laut Professor Nikos Prapas (Geburtshelfer – Frauenarzt) ist „die neueste Ansicht heute, dass das Embryo aufgrund der Unterernährung nicht implantiert werden kann und folglich keine Schwangerschaft erfolgen kann.“ Herr Prapas folgert: “wenn eine Frau ein Kind haben möchte, sei es auf natürlichem Weg oder durch eine Therapie der verminderten Fruchtbarkeit, muss sie ihr Gewicht kontrollieren und es auf einem normalen Level halten, ohne sich von gesellschaftlichen Vorbildern beeinflussen zu lassen.“
